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Wissensbereich

Psychedelische Forschung und Wissenswertes

In diesem Bereich möchten wir dir fundiertes Wissen über die Wirkungsweise von psychedelischen Substanzen, die Bedeutung der Körperpsychotherapie und die wissenschaftlichen Grundlagen unserer Arbeit näherbringen.

Neuroplastizität – Die Wissenschaft hinter der Transformation

Was ist Neuroplastizität?

Neuroplastizität ist die faszinierende Fähigkeit unseres Gehirns, seine Struktur und Funktion im Laufe der Zeit zu verändern. Anders ausgedrückt: Unser Gehirn ist nicht statisch, sondern passt sich ständig an – es lernt, entwickelt sich und bildet neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Diese Eigenschaft ermöglicht uns, neue Fähigkeiten zu erlernen, uns von Traumata zu erholen und eingefahrene Denk- und Verhaltensmuster zu verändern.
 

Neuroplastizität und psychedelische Erfahrungen

Psychedelische Substanzen können die Neuroplastizität des Gehirns auf einzigartige Weise fördern:
 

1. Neue Verbindungen schaffen

Während einer psychedelischen Erfahrung kommt es zu einer erhöhten neuronalen Aktivität. Das Gehirn bildet neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen, was zu neuen Perspektiven und tieferen Einsichten über sich selbst und die eigenen Erfahrungen führen kann. Diese neuen Verbindungen ermöglichen alternative Denkweisen und können festgefahrene Muster durchbrechen.

 

2. Aufbrechen alter Denkmuster

Viele von uns haben im Laufe des Lebens feste, manchmal ungesunde Denkmuster oder Gewohnheiten entwickelt, die unserer persönlichen Entwicklung im Weg stehen. Psychedelische Erfahrungen können dabei helfen, diese Denkmuster aufzubrechen und Raum für neue, positive Ansätze zu schaffen – wie ein "Neustart" im Gehirn.
 

3. Emotionale Lösung von Blockaden

Durch die Öffnung des Geistes und die Erzeugung neuer Einsichten können psychedelische Erfahrungen dazu beitragen, emotionale Blockaden zu lösen, die oft mit vergangenen Erlebnissen verbunden sind. Dies ist besonders wertvoll für Menschen, die unter Trauma und belastenden Erinnerungen leiden, da sie in die Lage versetzt werden, diese Erfahrungen aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
 

4. Erweiterte Wahrnehmung

Die veränderten Bewusstseinszustände, die durch psychedelische Substanzen hervorgerufen werden, ermöglichen eine tiefere und oft spirituellere Wahrnehmung der Welt und des Selbst. Diese erweiterten Wahrnehmungen können zu neuen Einsichten in die eigene Lebenssituation und das eigene Verhalten führen.
 

5. Langfristige Veränderungen

Eine der faszinierendsten Eigenschaften der Neuroplastizität ist, dass die positiven Veränderungen, die während einer psychedelischen Erfahrung stattfinden, oft über den Moment hinausgehen. Viele Menschen berichten von einer anhaltenden neuen Klarheit oder einem verbesserten emotionalen Wohlbefinden auch lange nach einer Sitzung.

Körperpsychotherapie und psychedelische Erfahrungen

Was ist Körperpsychotherapie?

Körperorientierte Psychotherapie ist eine Form der Therapie, die den Körper als zentrales Element in den Heilungs- und Veränderungsprozess einbezieht. Dieser Ansatz geht davon aus, dass Körperempfindungen, Bewegungen und körperliche Ausdrucksformen eng mit unseren Gefühlen und psychischen Prozessen verbunden sind. Durch bestimmte Übungen, Atemtechniken, Bewegungen oder Berührungen wird die Klientin dazu angeregt, sich ihrer körperlichen Empfindungen bewusster zu werden und diese in den therapeutischen Prozess einzubeziehen.
 

Warum ist die Begleitung von Körperpsychotherapeutinnen elementar für psychedelische Erfahrungen?

Die Begleitung durch erfahrene Körperpsychotherapeutinnen während einer psychedelischen Erfahrung ist aus mehreren Gründen besonders wertvoll:
 

1. Sicherheit und Stabilität

Eine psychedelische Erfahrung kann emotional und körperlich sehr intensiv sein. Eine erfahrene Körperpsychotherapeutin bietet einen sicheren Raum, in dem sich die Klientin entfalten kann, ohne Angst vor Überforderung haben zu müssen.
 

2. Verarbeitung von Emotionen

Psychedelika können tief verwurzelte Emotionen und Erinnerungen aufdecken. Eine Körperpsychotherapeutin ist geschult darin, diese Prozesse zu begleiten, zu verstehen und zu unterstützen, sodass die Klientin ihre Erfahrungen besser verarbeiten kann.
 

3. Integration von Erfahrungen

Nach einer psychedelischen Erfahrung ist es wichtig, das Erlebte zu integrieren. Eine Körperpsychotherapeutin kann helfen, die emotionale und körperliche Resonanz der psychedelischen Erfahrung zu verankern und in den Alltag zu übertragen.
 

4. Körperliche Achtsamkeit

Durch körperorientierte Techniken lernst du, auf deinen Körper zu hören und Blockaden oder Spannungen zu erkennen. Dieser Prozess kann besonders bei der Konfrontation mit herausfordernden Emotionen hilfreich sein, die während einer psychedelischen Sitzung auftreten können.
 

5. Empowerment und Selbstfürsorge

Eine Körperpsychotherapeutin kann dich dazu ermutigen, deine eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu erkennen und zu respektieren. Dies fördert ein Gefühl von Selbstbestimmung und Empowerment während und nach der Erfahrung.

Wie manifestieren sich traumatische Ereignisse im Körper?

Traumatische Erlebnisse können sich auf vielfältige Weise im Körper zeigen:

  1. Körperliche Symptome: Chronische Schmerzen, Verspannungen oder andere körperliche Beschwerden ohne klaren medizinischen Grund.

  2. Muskelverspannungen: Anhaltende Anspannungen bestimmter Muskelgruppen (Nacken, Schultern, Kiefer).

  3. Körperliche Reaktionen: Traumatische Erinnerungen können physische Reaktionen wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern oder Atemprobleme auslösen.

  4. Mangelndes Körperbewusstsein: Emotionale Distanzierung vom eigenen Körper und körperlichen Empfindungen.

  5. Verändertes Bewegungsverhalten: Steifere Bewegungen oder unbewusste Schutzhaltungen.

  6. Erschöpfung und Energiemangel: Emotionale und körperliche Erschöpfung trotz ausreichend Schlaf.

  7. Anhaltende Stressreaktionen: Hypervigilanz oder Überempfindlichkeit gegenüber Stress.

  8. Psychosomatische Störungen: Körperliche Erkrankungen, die durch psychische Belastungen ausgelöst oder verstärkt werden.

Legale bewusstseinsverändernde Substanzen

Was sind legale bewusstseinsverändernde Substanzen?

Legale bewusstseinsverändernde Substanzen sind Wirkstoffe, die nicht dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegen und dennoch therapeutisch wirksame Bewusstseinszustände ermöglichen können. Diese Substanzen bieten eine sichere und rechtlich abgesicherte Alternative zu herkömmlichen psychedelischen Therapien.

Wir verwenden ausschließlich Substanzen, die in ihrer Wirkung etablierten therapeutischen Wirkstoffen ähneln, jedoch in Deutschland legal erhältlich sind.
 

Warum können legale bewusstseinsverändernde Substanzen den therapeutischen Prozess unterstützen?

Die therapeutische Wirkung dieser nicht dem BtMG unterliegenden Substanzen kann Menschen dabei helfen, belastende und traumatische Erlebnisse besser zu verarbeiten und zu integrieren:
 

  1. Erhöhte Empathie und Verbundenheit 
    Legale bewusstseinsöffnende Begleitung fördert das Gefühl von Empathie und emotionaler Verbundenheit zu anderen Menschen. Dies erleichtert es, eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Therapeutin und Klientin aufzubauen. Emotionale Barrieren, die oft durch Trauma entstanden sind, können während einer bewusstseinserweiternden Erfahrung leichter überwunden werden.
     

  2. Reduzierung von Angst und Stress 
    Unter dem Einfluss legaler bewusstseinsverändernder Substanzen erleben viele Menschen eine deutliche Reduktion von Angst vor Emotionen, die mit traumatischen Erinnerungen verbunden sind. Dies erleichtert es, sich diesen Erinnerungen zu stellen und sie zu verarbeiten, ohne von überwältigenden Angstgefühlen blockiert zu werden.
     

  3. Erleichterte emotionale Verarbeitung 
    Während einer bewusstseinsöffnenden Erfahrung können sich Emotionen auf eine Weise entfalten, die es einfacher macht, sie zu verstehen und zu verarbeiten. Viele berichten von einem intensiveren Zugang zu ihren Gefühlen und Erinnerungen, was helfen kann, unverarbeitete Emotionen zu erkennen und zu integrieren.
     

  4. Neuordnung von Erinnerungen 
    Nicht dem BtMG unterliegende Substanzen können die Wahrnehmung traumatischer Erinnerungen verändern. Die emotionale Intensität dieser Erinnerungen wird oft gemildert, wodurch es leichter wird, sie aus einer neuen Perspektive zu betrachten und in das eigene Leben zu integrieren.
     

  5. Erhöhte Selbstakzeptanz und Selbstliebe 
    Viele Menschen erleben unter bewusstseinsöffnender Begleitung ein gesteigertes Gefühl der Selbstakzeptanz und Selbstliebe. Dies ist besonders wertvoll für Menschen, die durch Trauma negative Selbstbilder entwickelt haben.

Neuroplastizität - Die Wissenschaft hinter der Transformation

Für wen kann eine psychedelische Erfahrung sinnvoll sein?

  1. Menschen mit psychischen Belastungen: Personen mit Depressionen, Angststörungen, PTBS oder Suchterkrankungen können von psychedelischen Substanzen in einem therapeutischen Umfeld profitieren.

  2. Menschen auf dem Weg der Selbstentfaltung: Personen, die an persönlichem Wachstum, Selbstreflexion oder spiritueller Entwicklung interessiert sind, können durch psychedelische Erfahrungen neue Perspektiven gewinnen.

  3. Kreative Menschen: Einige Kreative nutzen psychedelische Substanzen zur Inspiration und zur Förderung des kreativen Denkens.
     

Wann ist eine psychedelische Erfahrung kontraindiziert?

  1. Bei bestimmten psychischen Erkrankungen: Bei Personen mit einer Vorgeschichte von Psychosen oder schweren psychiatrischen Störungen kann die Verwendung von Psychedelika das Risiko für psychische Krisen erhöhen.

  2. Während Schwangerschaft und Stillzeit: Die Auswirkungen auf den Fötus oder das gestillte Kind sind unklar, daher wird von einer Anwendung abgeraten.

  3. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Aufgrund der körperlichen Effekte von Psychedelika sollte bei bestehenden Herzproblemen Vorsicht geboten sein.

  4. Bei Einnahme bestimmter Medikamente: Wechselwirkungen mit Arzneimitteln können gefährlich sein, insbesondere bei Antidepressiva oder anderen Psychopharmaka.
     

Medikamente und Substanzen, die vermieden werden sollten

Vor und während einer psychedelischen Erfahrung müssen bestimmte Medikamente vermieden werden, da sie gefährliche Wechselwirkungen hervorrufen oder die Wirkung der Psychedelika beeinflussen können:

  1. MAO-Hemmer: Diese Antidepressiva können zu gefährlichen Wechselwirkungen führen.

  2. SSRI/SNRI: Antidepressiva wie Fluoxetin oder Venlafaxin können die Wirkung von Psychedelika abschwächen.

  3. Antipsychotika: Medikamente wie Risperidon können die Wirkung von Psychedelika reduzieren.

  4. Benzodiazepine: Beruhigungsmittel wie Diazepam können die psychedelische Erfahrung dämpfen.

  5. Stimmungsstabilisatoren: Medikamente wie Lithium sollten vermieden werden.

  6. Opioide: Können die Wirkungen von Psychedelika unterdrücken.

  7. Blutdruckmedikamente: Können mit den physiologischen Effekten von Psychedelika interagieren.


Mindestens 6-8 Wochen vor einer geplanten psychedelischen Erfahrung sollten diese Medikamente nicht mehr eingenommen werden. Ein ausführliches ärztliches Gespräch ist vor jeder psychedelischen Erfahrung unerlässlich.

Vorbereitung auf die psychedelische Erfahrung

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für eine positive und transformative psychedelische Erfahrung. Hier sind einige Empfehlungen:
 

1. Intention setzen

Nimm dir Zeit, über deine Erwartungen und Wünsche für die Erfahrung nachzudenken. Was möchtest du lernen oder loslassen? Welche Themen möchtest du ansprechen? Eine klare Intention kann deiner Erfahrung Richtung und Tiefe geben.
 

2. Selbstfürsorge praktizieren

In den Wochen vor der Erfahrung solltest du besonders auf deine körperliche und emotionale Gesundheit achten. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf sowie Achtsamkeitstechniken wie Meditation oder Yoga können dich optimal vorbereiten.
 

3. Mentale Vorbereitung

Bereite dich darauf vor, tief in deine Emotionen einzutauchen. Tagebuchschreiben oder Gespräche mit vertrauten Personen können dir helfen, mehr Klarheit über deine inneren Prozesse zu gewinnen. Entwickle eine Haltung der Offenheit und des Vertrauens in den Prozess.
 

4. Technologiefreie Zeit planen

Plane vor und nach deiner Erfahrung Zeit ohne digitale Ablenkungen ein. Informiere Familie und Freunde, dass du möglicherweise schwer zu erreichen sein wirst, um ungestört in den Prozess einzutauchen.
 

5. Für Integration sorgen

Plane nach der Erfahrung ausreichend Zeit für die Integration ein. Vermeide in den Tagen danach beruflichen Stress oder soziale Verpflichtungen. Gib dir Raum, das Erlebte zu verarbeiten und zu reflektieren.

Weiterführende Literatur und Ressourcen

Für diejenigen, die sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzen möchten, empfehlen wir folgende Bücher und Ressourcen:

  • Higher Self - Psychedelika in der Psychotherapie von Professor Gregor Hasler

  • Psychedelika: Überwinde Ängste und Blockaden - finde persönliches Wachstum und emotionale Heilung, von Jascha Renner

  • Verändere dein Bewusstsein - Was uns die neue Psychedelika-Forschung über sucht, Depression, Todesfurcht und Transzendenz lehrt, von Michael Pollan

  • Netflix Serie: Erweitere dein Bewusstsein - In dieser Netflix-Dokumentarserie setzen sich der Filmemacher Alex Gibney und der New York Times Bestsellerautor Michael Pollan in jeder Folge mit einer anderen bewusstseinsverändernden Substanz auseinander: LSD, Psilocybin, MDMA und Meskalin.

  • Der Weg des Kolibris: Meine Reise mit Ayahuasca, von Kristina Jessen

Rechtliche Hinweise

Bei Sisterhood Journey verwenden wir ausschließlich legale Substanzen für unsere psychedelischen Erfahrungen, Alle Substanzen sind in Deutschland legal erhältlich und unterliegen nicht dem Betäubungsmittelgesetz.

Dennoch weisen wir darauf hin, dass die Verwendung psychoaktiver Substanzen, auch wenn sie legal sind, mit Risiken verbunden sein kann. Daher ist eine professionelle Begleitung und sorgfältige Vorbereitung unerlässlich.
 

Die Inhalte dieses Wissensbereichs dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen nicht die Beratung durch medizinisches Fachpersonal. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt oder eine Ärztin deines Vertrauens.

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