
Psychedelische Substanzen-
Wirkungen, Unterschiede & wofür sie geeignet sind
Psychedelische Substanzen wirken nicht alle gleich. Jede öffnet andere innere Räume, berührt unterschiedliche Ebenen des Bewusstseins und hat ihre eigene Tiefe, Dynamik und Heilkraft.
Entscheidend ist immer deine Absicht, dein innerer Prozess, dein Nervensystem und deine persönliche Geschichte.
Unter professioneller Begleitung können Psychedelika dabei unterstützen, tiefere Ebenen der Psyche zugänglich zu machen, alte Muster zu erkennen und innere Blockaden zu lösen.
Wie Psychedelika im Gehirn wirken:
Die meisten klassischen Psychedelika wirken über das Serotonin-System, insbesondere über die 5-HT2A-Rezeptoren, die an Wahrnehmung, Stimmung, Gedächtnis und Bewusstseinsprozessen beteiligt sind.
Das passiert im Gehirn:
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Die Verknüpfungen zwischen Hirnarealen werden flexibler. Muster, die sonst starr sind, öffnen sich.
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Der sogenannte Default Mode Network (DMN) – unsere innere „Ich-Erzählung“ – tritt in den Hintergrund.
Dadurch können wir uns selbst aus einem neuen Blickwinkel wahrnehmen.
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Emotionen, Erinnerungen und Bilder werden besser zugänglich.
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Der Körper kann tiefe, unvollendete Prozesse lösen (somatische Verarbeitung).
Psychedelika fügen nichts hinzu – sie nehmen Filter weg, sodass das sichtbar wird, was bereits in uns liegt.
Gängige Substanzen & ihre Unterschiede:
Hier findest du eine Übersicht der am häufigsten verwendeten legalen oder traditionell eingesetzten Substanzen (du kannst sie nach Bedarf anpassen):
1. Psilocybin (Magic Mushrooms / Trüffel)
Wirkung:
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emotional öffnend
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introspektiv, tief psychotherapeutisch
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klar, warm, erdend
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starke Verbindung zu Gefühlen und Körperempfindungen
Geeignet für:
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frühe Bindungsverletzungen
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emotionale Blockaden
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Themen um Selbstwert & innere Wahrheit
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Trauer, innere Kind-Arbeit
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Neuausrichtung, Klarheit
Besonderheit:
Psilocybin ist oft „weich und tief“ – ideal für therapeutische Prozesse und somatische Arbeit.
2. LSD
Wirkung:
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kognitiv weitend
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intensiv, anregend
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sehr klare, strukturierte Innenwelten
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starke geistige Einsichten
Geeignet für:
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Mustererkennung
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Identitätsfragen
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innere Orientierung
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kreative Blockaden
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Menschen, die geistig-kognitiv Zugang finden
Besonderheit:
Weniger körperfokussiert – eher für kognitive Einsichten geeignet.
3. MDMA (in Therapieform)
(kein klassisches Psychedelikum, aber therapeutisch bedeutsam)
Wirkung:
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angstlösend
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stabilisierend
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herzöffnend
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sicherer Zugang zu traumatischen Erinnerungen ohne Überwältigung
Geeignet für:
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frühes Trauma / Bindungstrauma
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Beziehungs- und Selbstwertthemen
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Traumatherapie mit Fokus auf Emotion & Mitgefühl
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Menschen mit Angst oder hohem Schutzwall
Besonderheit:
Ermöglicht, schwere Themen zu betrachten, ohne emotional zu überfluten.
4. Ayahuasca
Wirkung:
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sehr tief, körperlich und spirituell
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konfrontativ und reinigend
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starke Körperprozesse
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archetypische und symbolische Bilder
Geeignet für:
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Frauen mit bereits viel Erfahrung
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tiefsitzende Lebensthemen
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Identitätsfragen
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spirituelle Suche
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Schattenarbeit
Besonderheit:
Intensiv, körperorientiert und nicht für Anfängerinnen geeignet.
5. Fliegenpilz (Amanita muscaria)
(kein klassisches Psychedelikum)
Wirkung:
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dämpfend, regulierend
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erdend, körperlich
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kann Zugang zu frühen Schichten des Nervensystems eröffnen
Geeignet für:
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Übererregung
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Stress, innere Anspannung
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Frauen mit viel „Überlebensenergie“
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frühe, präverbale Themen
Besonderheit:
Nicht visionär wie Psilocybin oder LSD – eher somatisch, erdend, regulierend.
Welche Substanz passt zu welchem Prozess?
Jede Substanz öffnet unterschiedliche Türen. Hier eine Orientierung:
Für frühe Bindungsverletzungen & Trauma
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Psilocybin
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MDMA
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(in manchen Fällen Amanita muscaria)
Für emotionale Öffnung, Selbstmitgefühl & Innere Kind-Arbeit
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Psilocybin
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MDMA
Für kognitive Klarheit & Perspektivwechsel:
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LSD
Für tiefe spirituelle oder existenzielle Themen:
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Ayahuasca
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Psilocybin
Für Körperprozesse, Erdung & Regulierung:
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Amanita muscaria
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Psilocybin
Für erfahrene Frauen, die eine große, lebensverändernde Erfahrung suchen:
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Ayahuasca
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Psilocybin (höhere Dosis)
Wichtig: Die Substanz ist nicht das Entscheidende – der Prozess ist es
Die Wahl der Substanz hängt immer ab von:
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deiner Vorgeschichte
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deinem Nervensystem
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deiner aktuellen Lebenssituation
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deiner Intention
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deiner Fähigkeit zur Selbstregulation
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und vor allem: dem therapeutischen Rahmen
Ein gut gehaltener Prozess besteht immer aus:
Vorbereitung – Erfahrung – Integration.
Nur so entsteht echte, nachhaltige Veränderung.